Rundum abgesichert: Welche Versicherungen benötigen WEGs in Selbstverwaltung?

Rundum abgesichert: Welche Versicherungen benötigen WEGs in Selbstverwaltung?

Immer mehr WEGs verzichten auf externe Hausverwalter und verwalten sich stattdessen selbst. Dabei wird die Verwaltung in den eigenen Reihen gehalten, wodurch Zeit und Geld gespart werden kann. Außerdem lässt sich die WEG so häufig effektiver verwalten. Allerdings entstehen für die verwaltenden Miteigentümer verschiedene Haftungsrisiken, gegen die sie sich absichern müssen. 

In diesem Beitrag erfahren Sie alle wesentlichen Punkte, die Sie zum Thema Versicherungen von WEGs in Selbstverwaltung unbedingt wissen sollten.

Inhaltsverzeichnis

1. Wieso sollte sich eine WEG in Selbstverwaltung versichern?

Bei einer WEG in Selbstverwaltung wird die Verwaltung der Eigentümergemeinschaft von einem Miteigentümer übernommen, der als „interner Verwalter“ bezeichnet wird. Das WEG-Recht behandelt ihn wie einen externen Hausverwalter, wodurch ihm dieselben Pflichten und Aufgaben obliegen. Jedoch können bei der Verwaltung einer WEG schnell Fehler unterlaufen, wodurch der interne Verwalter gewissen Haftungsrisiken ausgesetzt ist. So können im Fall der Fälle schnell immense Haftungssummen zusammenkommen, etwa weil Schäden am Gebäude fahrlässig übersehen wurden oder Verkehrssicherungspflichten wie beispielsweise das Schneeräumen im Winter vergessen wurden. 

Dies kann zu hohen Personen- oder Sachschäden führen. So ist denkbar, dass ein Passant im Winter auf dem nicht geräumten Weg ausrutscht und sich schwere Verletzungen zufügt, die dazu führen, dass dieser seiner Erwerbstätigkeit nicht mehr nachkommen kann. Im schlimmsten Fall ist neben Schadensersatz und Schmerzensgeld auch eine lebenslange Renten- oder Pflegegeldzahlung fällig. 

Ein weiteres zu berücksichtigendes Risiko sind etwa Fehler beim Erstellen von Abrechnungen. Diese können sich insbesondere bei nicht speziell in diesem Bereich ausgebildeten bzw. geschulten internen Verwaltern einschleichen. 

Auch der Abschluss fehlerhafte Verträge, beispielsweise solcher, die über unwirksame Vertragsklauseln verfügen, ist bei WEGs in Selbstverwaltung ohne professionelle Unterstützung häufig anzutreffen. Hierbei besteht die Gefahr, vom Vertragspartner auf Schadensersatz in Anspruch genommen zu werden, sofern dieser aufgrund der Unwirksamkeit des Vertrages bzw. Teilen davon einen Schaden erleidet. 

Selbiges gilt bei Kompetenzüberschreitungen des internen Verwalters, etwa in Form der Kündigung von Handwerkerverträgen ohne Vollmacht. Nicht selten werden zudem Fristen versäumt, beispielsweise zur Begleichung fälliger Handwerkerrechnungen. Werden diese Zahlungen angemahnt und dennoch nicht beglichen, etwa weil der interne Verwalter in seinem Beruf voll eingespannt ist und den Überblick über die fälligen Zahlungen der WEG verloren hat, droht sogar ein Gerichtsverfahren. Dieses erzeugt weitere Kosten, für die der Verwalter im Grundsatz einzustehen hat. 

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Gut zu wissen :
Auch versäumte Wartungen können zu immensen Folgeschäden führen, gegen die es sich in Form einer entsprechenden Versicherung abzusichern lohnt. 

2. Welche Versicherungen sollte eine selbstverwaltete WEG abschließen? 

Zwingend anzuraten ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Bei der Vermögensschadenhaftpflicht handelt es sich um eine Versicherung speziell für solche Personen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit dem gesteigerten Risiko ausgesetzt sind, finanzielle Schäden bei Ihren Kunden/Vertragspartnern hervorzurufen. Gesetzlich vorgeschrieben ist solch eine Versicherung etwa für Rechtsanwälte, Steuerberater oder Hausverwalter. 

Bei Matera, einem innovativen Verwaltungsanbieter für WEGs, ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung der AXA Versicherungen AG für den internen Verwalter sowie den Verwaltungsbeirat inklusive. Letzterer ist bei einer externen Hausverwaltung nicht automatisch abgesichert! 

Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht privatrechtlichen Inhalts für Vermögensschäden aus der Tätigkeit der versicherten Personen als WEG Verwalter bis zu einer Höchstsumme von 9 Millionen Euro. 

Mitversichert sind insbesondere (Aufzählung nicht abschließend):

Dabei hat die versicherte Person Mitwirkungspflichten zu erfüllen, insbesondere solche Umstände anzuzeigen, die für die Übernahme des Versicherungsschutzes Bedeutung haben. Unrichtige Angaben oder arglistiges Verschweigen von sonstigen Gefahrumständen kann zur Versagung des Versicherungsschutzes führen. Zu guter Letzt: Die Selbstbeteiligung liegt bei 250 Euro pro Versicherungsfall. Ein Umlaufbeschluss zur Kostentragung ist nicht erforderlich, da die Versicherungskosten in der Matera-Gebühr inkludiert sind. 

Doch welche Versicherung sollten darüber hinaus abgeschlossen werden?

Jede WEG sollte auf jeden Fall über eine Wohngebäudeversicherung verfügen. Hierdurch sind in der Regel Schäden durch Feuer, Hagel oder Sturm abgesichert. 

Wie auch im privaten Bereich gilt: Eine Haftpflichtversicherung ist ratsam! Denn die Risiken, die die Haftpflichtversicherung abdeckt, realisieren sich häufig und können zu großen Personen- oder Sachschäden führen. Seien es nicht gestreute, glatte Wege, das unbeleuchtete Treppenhaus oder fehlende Feuermelder: Hier können mitunter immense Schadenssummen zusammenkommen, für die der Verwalter persönlich mit seinem gesamten Vermögen haftet. Dies gilt es durch den Abschluss einer Haftpflichtversicherung zu vermeiden. 

Ist der Verwalter für Umweltschäden durch auslaufendes Heizöl aus dem Heiztank verantwortlich, verursacht auch das regelmäßig enorme Kosten. Die Haftung des Verwalters besteht selbst dann, wenn ihm selbst kein Vorwurf gemacht werden kann, etwa weil der Heizöltank regelmäßig gewartet wurde. Aus diesem Grund sollte eine Gewässerschaden- oder Heizöltankversicherung abgeschlossen werden. 

Im Einzelfall nützlich ist außerdem eine Rechtsschutzversicherung. Diese greift regelmäßig sowohl, wenn Sie auf Klägerseite stehen als, auch wenn gegen Sie Klage erhoben wurde. Da es hier mitunter große Abweichungen bezüglich des Deckungsumfanges gibt, sollten Sie unbedingt die Versicherungsbedingungen lesen und vergleichen. 

3. Wieso ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ein Muss für jede WEG ohne externen Verwalter?  

Dass es eine gesetzliche Pflicht zur Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Hausverwalter gibt, zeigt schon die Notwendigkeit einer solchen für WEG ohne externen Verwalter: 

Denn der interne Verwalter in der selbstverwalteten WEG ist rechtlich genauso zu behandeln wie ein externer Verwalter. Es bestehen dieselben Pflichten und damit auch Haftungsrisiken, die unbedingt durch eine Versicherung abgedeckt werden sollten. 

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Gut zu wissen :
Bei Matera ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für den internen Verwalter und den Verwaltungsbeirat inklusive. Dadurch sind im Schadensfall alle Beteiligten bis zu einer Gesamtsumme von 9 Millionen Euro abgesichert.

4. Wer trägt die Versicherungskosten in einer selbstverwalteten WEG?

Rechtlich gesehen ist nur der Verwalter selbst als Versicherungsnehmer der Vertragspartner der Versicherung. Dies würde normalerweise dazu führen, dass er die Kosten der Versicherungen übernehmen müsste.

Bei der selbstverwalteten WEG übt der Verwalter seine Tätigkeit aber regelmäßig unentgeltlich, also ehrenamtlich aus. Aus diesem Grund sollte unbedingt vereinbart werden, dass die Kosten für die Vermögensschadenhaftpflicht von der WEG gemeinsam übernommen werden. 

Auch weitere Kosten, die der WEG zugutekommen, etwa notwendige Anschaffungen, angemessene Fort- und Weiterbildungskosten des internen Verwalters sowie ggf. die Einholung von Rechtsrat durch einen Rechtsanwalt, sollten nicht allein vom internen Verwalter übernommen werden müssen.

5. BONUS: Abgesichert in der Selbstverwaltung mit Matera 

Der interne Verwalter einer WEG ist einer Vielzahl an finanziellen Risiken ausgesetzt: Unterlaufen ihm Fehler im Rahmen der Verwaltung, können schnell immense Haftungssummen zusammenkommen. Daher sollten unbedingt verschiedene Versicherungen abgeschlossen werden, um diese Risiken abzuwälzen. 

Ratsam ist vor allem eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Falls Sie sich für Matera entscheiden, werden für den internen Verwalter und den WEG-Beirat eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bis zu einer Haftungssumme von 9 Millionen Euro abgeschlossen. 

Wir hoffen, dass Ihnen der Beitrag gefallen hat. Haben Sie sich schon mit Matera beschäftigt? Mit Matera ist die Verwaltung einer WEG besser, effizienter und transparenter als jemals zuvor! 

Ein Team aus Juristen, Buchhaltern und Co. stellt zudem eine hohe Erreichbarkeit bei jeglichen Anliegen sicher. So werden auch Fragen zu Versicherungen und speziell zur Vermögensschadenhaftpflicht schnell und unkompliziert von unserem Matera-Team geklärt. 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann vereinbaren Sie jederzeit ein Gespräch mit unseren WEG-Profis! Wir freuen uns schon auf Sie und Ihre WEG!

Autor
Jakob Haddad
Jakob Haddad
Freelance Content Writer
Delimitor
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